SchulMail des MSB NRW vom 06.01.2022

Sehr geehrte Damen und Herren, 

liebe Kolleginnen und Kollegen, 

für das neue Jahr 2022 wünsche ich Ihnen alles Gute, viel Glück und 
Zufriedenheit und insbesondere, dass Sie gesund bleiben. Ich hoffe, Sie 
konnten im Kreise Ihrer Familien und Freundinnen und Freunde ein ruhiges 
Weihnachtsfest und möglichst angenehme Tage rund um den Jahreswechsel 
verbringen. 

Für die Wiederaufnahme des Schulbetriebes in der kommenden Woche 
möchte ich Ihnen auf diesem Weg und als Ergänzung zur letzten 
SchulMail aus dem vergangenen Jahr wenige weitere Hinweise und 
insbesondere eine neue Information zum Umfang der Testpflicht bei der 
Durchführung der Antigen-Schnellselbsttestungen geben. 

Nach den Weihnachtsferien wird der Schulstart wie geplant im 
Präsenzunterricht erfolgen. Die Kultusministerinnen und Kultusminister 
der Länder haben in ihrem Beschluss vom 5. Januar 2022 noch einmal 
bekräftigt, dass Präsenzunterricht auch in Zeiten des Aufkommens der 
Omikron-Variante höchste Priorität hat, damit Bildungschancen 
sichergestellt und psychosoziale Folgeschäden bei Kindern, Jugendlichen 
und jungen Erwachsenen verhindert werden können. Die Einhaltung der 
Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen sowie die hohen Impfquoten unter 
den an Schulen Beschäftigten zeugen nach Auffassung aller 
Kultusministerinnen und Kultusminister von einem außerordentlichen 
Verantwortungsbewusstsein der schulischen Akteurinnen und Akteure. 

Um das Infektionsgeschehen unter Kindern und Jugendlichen weiter 
einzugrenzen und das Risiko schwerer Krankheitsverläufe zu minimieren, 
sollen Impfangebote in dieser Altersgruppe noch stärker ausgebaut 
werden. Die Aufforderung, diese Angebote oder auch Angebote zur 
Booster-Impfung wahrzunehmen, wird von Frau Ministerin Gebauer weiterhin 
nachdrücklich unterstützt. Vor allem durch ein Zusammenwirken von 
Impfungen, Testungen und dem Tragen von Masken und der damit möglichen 
Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichtes kann es uns gelingen, 
negative Folgen der Pandemie gerade für die Schülerinnen und Schüler 
abzumildern. 

Ausweitung der Testungen an Schulen ab 10. Januar 2022 

Uns allen liegt daran, den Schulstart so sicher wie möglich zu 
gestalten. Angesichts des zuletzt veränderten Infektionsgeschehens, 
insbesondere durch das Aufkommen der Omikron-Variante sowie aufgrund zu 
beobachtender Impfdurchbrüche, ist die schulische Teststrategie zum 
Schulstart anzupassen. Um gerade nach den Ferien möglichst viele 
Infektionen frühzeitig zu entdecken und damit einen Eintrag und eine 
weitere Verbreitung in den Schulen zu vermeiden, werden an allen 
Schulformen ab dem 10. Januar 2022 zunächst in die bewährten 
Teststrategien alle Personen, auch immunisierte, verpflichtend 
einbezogen (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, weitere an Schule 
Beschäftigte). Die erforderlichen Änderungen der 
Coronabetreuungsverordnung werden so rechtzeitig auf den Weg gebracht, 
dass sie ab dem 10. Januar 2022 gelten. Rechtzeitig wird überprüft, ob 
diese Regelung fortgesetzt wird oder ob Anpassungen an das Testregime 
erforderlich sind. 

Schultestungen für Schülerinnen und Schüler 

Ab dem ersten Schultag nach den Weihnachtsferien (10. Januar 2022) 
gelten die bekannten Testregelungen für alle Schülerinnen und Schüler 
unabhängig von ihrem Immunisierungsstatus. Das bedeutet, dass sowohl 
immunisierte (geimpfte und genesene) als auch nicht immunisierte 
Schülerinnen und Schüler an den Testungen teilnehmen müssen. 

Am ersten Schultag im neuen Jahr (10. Januar 2022) wird daher in allen 
weiterführenden Schulen eine Testung mit Antigen-Selbsttests bei allen 
Schülerinnen und Schülern durchgeführt. 

An allen Grund- und Förderschulen sowie den Schulen mit Primarstufe 
werden (ebenfalls am 10. Januar 2022) alle Schülerinnen und Schüler 
eine Pool- und Einzelprobe im Rahmen der PCR-Lolli-Testung abgeben. 

Der Ihnen bereits bekannte Testrhythmus wird fortgesetzt: 

* an weiterführenden Schulen: Testung dreimal wöchentlich, 
* an Grund- und Förderschulen sowie den Schulen mit Primarstufe: 
Testung zweimal wöchentlich, da das PCR-Pooltest-Verfahren wegen seiner 
hohen Sensitivität deutlich früher in der Lage ist, Infektionen 
festzustellen. 

Ab dem 10. Januar 2022 startet planmäßig auch das optimierte 
Lolli-Testverfahren, das ebenfalls einen wichtigen Beitrag für den 
sicheren Schulstart leistet. Die Kinder werden erstmals eine zweite, 
sogenannte Rückstellprobe mit abgeben, um eine gegebenenfalls nötige 
Pool-Auflösung zu beschleunigen. Durch die so mögliche Beschleunigung 
der Übermittlung der Testergebnisse bleibt den nicht infizierten 
Schülerinnen und Schülern im Falle eines positiven Pools ein Tag in 
Quarantäne erspart. Zudem kann durch die direkte Befundübermittlung 
durch die Labore an die Erziehungsberechtigten eine Erleichterung und 
Entlastung für Sie als Lehrerinnen und Lehrer erreicht werden. An 
dieser Stelle danke ich Ihnen für Ihre Unterstützung bei der 
Vorbereitung dieses Verfahrens. 

Teilnahme von vollständig immunisierten Schülerinnen und Schülern am 
Lolli-Testverfahren 

Vollständig immunisierte Schülerinnen und Schüler gemäß der 
COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung werden wie folgt definiert: 

(1) Schülerinnen und Schüler mit vollständigem Impfschutz, welcher 14 
Tage nach der letzten erforderlichen Corona-Schutzimpfung eintritt und 

(2) Schülerinnen und Schüler, deren COVID-19 Infektion mindestens 28 
Tage und höchstens sechs Monate zurückliegt. 

Für die Teilnahme am Lolli-Testverfahren müssen unterschiedliche 
Regelungen getroffen werden: 

(1) Schülerinnen und Schüler mit vollständigem Impfschutz 

Schülerinnen und Schüler mit vollständigem Impfschutz können nach 
wissenschaftlicher Einschätzung weiterhin am Lolli-Testverfahren 
teilnehmen ohne Risiko, das Testergebnis des PCR-Pools zu verfälschen. 
Ab dem 10. Januar 2022 ist die Teilnahme zunächst verpflichtend (s.o.). 

(2) Genesene Schülerinnen und Schüler 

Genesene Schülerinnen und Schüler dürfen in den ersten acht Wochen 
nach ihrer Rückkehr aus der Isolation nicht am Lolli-Testverfahren 
teilnehmen. Sie sind deshalb in diesem Zeitraum von der Testpflicht in 
der Schule befreit. 

Hintergrund für diese Regelung ist, dass bei Genesenen eine längere 
Zeit noch Viruspartikel nachgewiesen werden können und in diesen 
Einzelfällen der hoch sensitive PCR-Test immer noch zu einem positiven 
Pool- und Einzeltest führen kann. Nach Ablauf von acht Wochen nehmen 
auch genesene Schülerinnen und Schüler wieder am Lolli-Testverfahren 
teil. 

Nehmen Schülerinnen und Schüler – mit Ausnahme aus den zuvor genannten 
Gründen (2) – nicht an den Schultestungen teil, müssen sie, um am 
Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen, zu dem Zeitpunkt der 
vorgesehenen Schultestung einen Nachweis über einen negativen 
Bürgertest vorlegen. 

An dem PCR-Pooltestverfahren („Lolli-Test“) nehmen nur Schülerinnen 
und Schüler der Grund- und Förderschulen sowie der Schulen mit 
Primarstufe teil. Lehrkräfte und andere Beschäftigte der Schule sind 
von diesem Testverfahren ausgeschlossen. 

Qualität und Quantität der Antigen-Selbsttests 

Bei allen zum Einsatz kommenden Antigen-Selbsttests handelt es sich um 
qualitativ hochwertige Produkte, die auf alle bekannten Virusvarianten 
einschließlich der Omikron-Variante reagieren. Die Tests sind 
CE-zertifiziert und haben dementsprechend erfolgreich ein 
Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen. 

Auch quantitativ stehen den Schulen in Nordrhein-Westfalen ausreichend 
Antigen-Selbsttests zur Verfügung. Die vertraglichen Vereinbarungen des 
Ministeriums für Schule und Bildung mit dem Lieferanten erlauben es den 
Schulen, je nach dem individuellen wöchentlichen Bedarf die notwendigen 
Tests zu bestellen. Eine ausreichende Versorgung mit Antigen-Selbsttests 
der Schulen ist damit langfristig gesichert. 

Die hier nochmals beschriebenen Regelungen und ergänzenden Maßnahmen 
sind weitere und wichtige Beiträge, um allen am Schulleben Beteiligten 
auch im neuen Jahr einen sicheren Schulstart im Präsenzbetrieb zu 
ermöglichen. 

Mir ist bewusst, dass es in den kommenden Wochen bei der Umsetzung der 
hier beschriebenen Regelungen und Maßnahmen und insgesamt bei der 
Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts weiterhin und ganz wesentlich 
auf Ihr besonderes Engagement ankommen wird. Für dieses Engagement, das 
Sie schon während der gesamten Pandemie verlässlich gezeigt haben, 
danke ich Ihnen sehr. 

Mit freundlichen Grüßen 

Mathias Richter 

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